Pläne mit dem Hufeisensee

Der Hufeisensee in Halle, Deutschland, ist ein ruhiger See im Winter, aber im Sommer zieht er viele Menschen an, die trotz des Badeverbots im Wasser baden, Wasserski fahren, tauchen und angeln. Es gibt jedoch Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und Gesundheit, da das Grundwasser, das den See speist, teilweise mit giftigen Stoffen wie Vinylchlorid belastet ist, das krebserregend sein kann. Zudem können sich am Grund des Sees noch immer viele gefährliche Gegenstände befinden, wie Holz und Metall aus alten Tagebauzeiten. Es gibt seit Jahren Forderungen, den See offiziell als Badegewässer herzurichten, aber das ist schwieriger als gedacht. Es gibt noch immer Gefahrenstellen vom alten Tagebau, und Schadstoffe fließen ins Wasser ein. Die Stadtverwaltung hat kürzlich eine umfassende Stellungnahme zur Zukunft des Sees veröffentlicht.

Zunächst müsste verhindert werden, dass das kontaminierte Grundwasser weiter in den See fließt. Dies erfordert erhebliche technische Aufwendungen zur Fassung und Reinigung der betroffenen Grundwasserströme. Außerdem müssten große Bereiche der Böschungen saniert werden, damit sie nicht mehr abrutschen können. Die Stadt schätzt die Kosten für die Sanierung insgesamt auf mindestens 7,75 Millionen Euro, und es würden zusätzliche laufende Kosten für den Betrieb einer Grundwasserreinigungsanlage anfallen.

Laut der Stadtverwaltung müssten die Grundwasserreinigungsanlagen kontinuierlich überprüft werden, und große Bereiche der Böschungen müssten saniert werden, um zu verhindern, dass sie weiterhin abrutschen. Schätzungen zufolge müsste das Ufer auf etwa 3,7 Kilometern untersucht werden, und an den Stellen, an denen eine Sanierung zu aufwendig ist, könnte das Ufer auch gesperrt werden und beispielsweise ein geschützter Naturbereich entstehen.

Es gab Überlegungen, im nördlichen Bereich des Sees ein Naturbad einzurichten, aber solange sich an der Gefahrensituation nichts ändert, bleibt diese Idee wohl nur Zukunftsmusik. Konkreter wird es an der Südwestseite des Sees. Dort plant der Golfclub, das Wasser nicht nur zur Bewässerung seiner Flächen zu nutzen, sondern auch stärker in sein Freizeitkonzept einzubinden. Geplant sind unter anderem eine Wakeboard-Anlage und eine sogenannte Zip-line über den westlichen Teil des Sees. Die Golfanlagen sollen dafür auch noch erweitert werden. Es ist jedoch noch unklar, wann die Pläne umgesetzt werden können.


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