Polizeiliche Kriminalstatistik des Polizeirevier Halle (Saale) für das Jahr 2021

Anzahl der Fälle, Häufigkeitszahlen, Tatverdächtige

In der Polizeilichen Kriminalstatistik wurden für das Polizeirevier Halle (Saale) 27159 Straftaten registriert, dies ist eine Verringerung um 1.244 Fälle (-4,37%) gegenüber dem Jahr 2020. Die Aufklärungsquote liegt bei 46,6%. Dies entspricht einer Steigerung um 0,7%.

Aufschlüsselung ausgewählter Delikte an der Gesamtkriminalität

Mit 294 erfassten Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestim-mung insgesamt im Jahr 2021 wurden im Vergleich zum Vorjahr 18 Fälle weniger registriert. Ihr Anteil an der Gesamtkriminalität beträgt weiterhin 1,0%.

Im Bereich der Straftatengruppe Rohheitsdelikte ist im Vergleich zu 2020 ein leichter Abfall der registrierten Straftaten zu verzeichnen. Mit insgesamt 4.296 erfassten Fällen im Jahr 2021 wurden 49 Fälle weniger im Jahr 2021 registriert. Mit einer Aufklärungsquote von 83,8 % konnte in diesem Deliktsfeld gegenüber dem Jahr 2020 eine weitere Steigerung von 2,5 % erzielt werden, was allgemein eine hohe Aufklärungsquote darstellt.

Ein leichter Rückgang ist bei Raubstraftaten um 9 Fälle (2020 = 223 Fälle und 2021 = 214) zu verzeichnen.

Einen Großteil der Gesamtkriminalität nehmen weiterhin die Diebstahlsdelikte mit 39,0% ein. Im Jahr 2021 ist im Vergleich zum Vorjahr (-999 registrierte Fälle) ein leichte Senkung der Straftaten (- 8,7 %) zu verzeichnen.

Analog hierzu verläuft die Entwicklung bei den Diebstahlsdelikten im besonders schweren Fall. Bei diesen zeichnete sich im Jahr 2021 ebenfalls eine leichte Senkung (-293 registrierte Fälle) auf 6.810 Fälle ab.

Ausgewählte Fallzahlen aus dem Bereich des Diebstahls ohne erschwertem Grund:

Diebstahl aus Verkaufseinrichtungen (-374 Fälle; -21,6 %),

Diebstahl aus Kraftfahrzeugen (+25 Fälle; +4,9 %),

Taschendiebstahl (-31 Fälle; -26,3%).

Ausgewählte Fallzahlen aus dem Bereich des besonders schweren Diebstahls:

Einbruchsdiebstahl in/aus Boden- und Kellerräumen (+156 Fälle, +7,2%),

Fahrraddiebstahl (-486 Fälle; -17,7%).

Wohnungseinbruchsdiebstahl (-51 Fälle, -15,9%).

Im Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls erfasste das Polizeirevier Halle (Saale) für seinen Zuständigkeitsbereich im Jahr 2021 270 Fälle, dies sind 51 Fälle weniger als im Jahr 2020. 173 Fälle (64 %) der angezeigten Tathandlungen blieb im Versuchsstadium stecken.

Die Vermögens- und Fälschungsdelikte haben mit 3885 Fällen einen Anteil von 14,0% an der Gesamtkriminalität. Im Vergleich zu 2020 wurden 30 weniger Fälle bekannt (-0,8 %).

Ausgewählte Fallzahlen aus dem Bereich der sonstigen Straftatbestände:

Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte (+26 Fälle; +19,7%),

Sachbeschädigung durch Graffiti (-266 Fälle; -19,7%).

Im Bereich der Rauschgiftkriminalität liegt die Zahl der erfassten Fälle bei 1.313 im Jahr 2021. Dies bedeutet eine Verringerung um 5,4%.

Die sog. „Konsumentendelikte“ (allgemeinen Verstöße gegen das BtMG) bilden mit 1.135 erfassten Fällen im Jahr 2021 in diesem Deliktsbereich den größten Anteil.

130 Fälle des unerlaubten Handels mit Betäubungsmittel wurden im Jahr 2021 registriert.

Bei der am häufigsten konsumierten Droge handelt es sich um Cannabis und deren Zubereitungen. Im Jahr 2021 wurden hierfür 643 allgemeine Verstöße mit Cannabisprodukten erfasst.

Straftaten unter Beteiligung von Zuwanderern betrugen im Jahr 2021 = 1205 Fälle.

Im Rahmen von 12.649 geklärten Straftaten im Jahr 2021 wurden insgesamt 7.622 Tatverdächtige ermittelt. Die Anzahl der Jungtatverdächtigen liegt hier bei 1.691.

Quelle: Polizeiinspektion Halle (Saale)

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